Wie immer ein paar praktische Tips (und wie immer ohne Gewähr)...
Jordanien:Der Kings Highway von Amman bis Aqaba ist kein einfaches Terrain für Radler. Man fährt über weite Strecken auf einem Hochplateau, das von mächtigen Wadis gefurcht ist. Stell Dich auf eine Menge Bergfahrten ein. Die Wadis verlaufen immer Richtung Jordangraben; man passiert sie also quer. Besonders das Wadi Mujib hat es in sich: In Nord-Süd-Richtung gehts 600 Höhenmeter bergab, dann 700 Höhenmeter bergauf. Der Aufstieg ist deutlich steiler als die Abfahrt und zudem mit schlechtem Straßenbelag "garniert". Auch sonst erwarten Dich einige Wadi-Querungen. Die Strecken außerhalb der Wadis sind auch nicht gerade flach. Hinter Petra zieht sich die Königsstraße auf rund 25 km fast nur bergauf (700 Höhenmeter; nur das erste Stück hinter Petra ist steil, dann gehts gut).
Ab dem Punkt, wo die Königsstraße auf den Desert Highway (die Autobahn von Amman nach Aqaba) trifft, gehts nur noch flach oder bergab bis Aqaba. Auf dem Abstecher vom Desert Highway bis nach Rum sind rund 250 Höhenmeter zu fahren, allerdings kaum merkbar, weil sich die Steigung auf 30 km verteilt.
- Der Verkehr ist allgemein eher gering. Die Autofahrer nehmen meistens viel Rücksicht und halten Abstand. Auch den Desert Highway kann (und muß) man mit dem Rad fahren. Hier ist natürlich wesentlich mehr Verkehr, insbesondere viele LKWs tuckern hier rum. In der Regel ist ein Seitenstreifen auf dem Desert Highway vorhanden. Äußerst unangenehm ist allerdings das letzte Stück nach Aqaba. Dort wird der Highway zweispurig und man drängelt sich mit den LKW auf einer schmalen Straße. Bergab gehts noch, weil man bei flotter Fahrt talwärts in einer halben Stunde diesen Abschnitt hinter sich gelassen hat. Bergauf, möglicherweise sogar schiebend, halte ich diesen Abschnitt für sehr problematisch. Allerdings ist der Neubau der Strecke schon fast fertig (wenn ich das richtig gesehen habe, muß man dann aber noch mal kräftig einen Berg hinauf, sofern man die alte (jetzige) Straße nicht mehr benutzen kann).
Der Straßenzustand ist von Ausnahmen abgesehen gut. Trotzdem muß man immer mit Schlaglöchern rechnen. Auch wirst Du mit Glassplittern am Straßenrand zu kämpfen haben, wenn Du keine pannensichere Reifen fährst. Ich empfehle Dir in jedem Fall pannensichere Bereifung. Ich selbst fahre den Schwalbe Marathon XR und bin sehr zufrieden.
Ortschaften gibt es zwischen den Küstenorten im
Ostsinai nicht. Man muß Wasser und Verpflegung für die gesamte Etappe mitnehmen. Die
Teebuden der Beduinen entlang der Strecke sind nicht immer "belebt" und bieten
außer süßem Tee meist nur ebenso süße Softdrinks. Wasser bekommst Du dort i.d.R.
nicht. In den Küstenorten bekommt man alles Lebenswichtige (und etwas mehr).
"Zielfoto" in Kairo