Packtaschen:
- Hinterradtaschen
- "Rack Pack" oder
Vorderradtaschen
- Lenkradtasche
- ggf. Spanngummis fürs
GepäckAn guten, d.h. robusten und vor allem wasserdichten Taschen sollte man nicht sparen. Ich benutze seit vielen Jahren Taschen von Ortlieb und bin vollkommen überzeugt von den Produkten. Die Taschen sind absolut wasserdicht und sehr robust. Billig-Taschen aus einfachem Nylon sind in der Regel nicht wasserdicht und überleben kaum die erste große Tour. Wenn Du zwar robuste, aber nicht völlig wasserdichte Taschen hast, kannst Du den Inhalt zusätzlich in Plastiktüten packen.
Ich schnalle auf kleineren Touren zwei Hinterradtaschen und eine Lenkradtasche an mein Rad. Auf größeren und großen Touren kommt auf die Hinterradtasche ein "Rack Pack" (so eine Art Seesack mit Griffen, auch von Ortlieb) hinzu, da ich keine Taschen am Vorderrad ("Low rider") mag. Grundsätzlich ist jedoch eine Lastverteilung zwischen Vorder- und Hinterrad besser. Insofern ist die "Standardempfehlung" zwei Vorderradtaschen anstatt eines "Rack Packs" hinten). Für das "Rack Pack" mußt Du einen Spanngummi und/oder Gurt zur sicheren Befestigung mitnehmen.Fahrradschloß
mit ErsatzschlüsselObwohl ich die Gefahr für einen Fahrraddiebstahl im Ausland fast überall für sehr gering halte, sollte man trotzdem ein gutes, aber nicht allzu schweres Schloß mitnehmen. Grundsätzlich kommt mein Rad nachts immer in einen verschlossenen Raum. Manchmal erfordert das etwas Palaver im Hotel oder der Pension, aber letztendlich habe ich immer einen sicheren Platz gefunden. Fahrradtacho
mit PlastiktüteVor der Tour die Batterie des Tachos checken oder Ersatz mitnehmen. Da auch angeblich wasserdichte Tachos einen kräftigen Regen nicht überstehen, sollte man eine kleine durchsichtige Plastiktüte (Gefrierbeutel o.ä.) griffbereit haben, die übergezogen und mit einem Gummiring befestigt wird ("Tacho-Kondom"). Wasserflaschen
ggf. zusätzlich
WasserbeutelAuf größeren Touren habe ich drei große Flaschen (à 0,7 Liter) am Rad montiert. Damit kommt man auch in warmen Gebieten (z.B. Mittelmeer) gut zurecht. In dünn besiedelten Gebieten und auf Wüstentouren montiere ich zusätzlich einen Wasserbeutel an den Low Ridern (am Vorderrad). Ich benutze einen Wasserbeutel von Ortlieb, der zwar leicht, robust und klein zusammenfaltbar ist, aber leider etwas tropft, wenn er ganz gefüllt ist (ggf. zwei Wasserbeutel nicht ganz füllen). Werkzeug:
- Luftpumpe
- Schlitz-Schraubendreher
- Kreuzschlitz-
Schraubendreher
- Maulschlüssel-Sortiment
- Innensechskantschlüssel
- Tretkurbel-Festzieher
- Wasserpumpenzange
(und/oder Kombizange)
- Zahnradkranz-Abnehmer
- Nippelspanner
- Reifenheber
- Kettennieten-Drücker
- Schere
- NabenschlüsselSeitdem ich mit qualitativ guten Fahrrädern durch die Weltgeschichte fahre, habe ich sehr wenig Probleme mit Pannen (ich hoffe, das bleibt auch so). Typische Pannen während der Tour sind die klassischen "Platten" und Speichenbrüche.
Das Werkzeug muß auf Dein Fahrrad abgestimmt sein. Wenn bestimmte Schraubentypen und -größen an Deinem Rad nicht vorhanden sind, brauchst Du natürlich auch nicht die entsprechenden Schlüssel mitzuschleppen.
Wichtig ist, qualitativ gutes Werkzeug mitzunehmen, damit es auch "im Ernstfall" durchhält. Trotz des höheren Gewichts bevorzuge ich "klassisches" Werkzeug und nicht kleine kompakte Mehrzweck-Tools.Ersatzteile:
- 1-2 Schläuche
- Flickzeug (Gummilösung,
Flicken, Sandpapier)
- 1-2 Bremszüge mit
Bowdenzüge (lang)
- 2 Bremsgummis
- Mehrere Speichen für
Vorder- und Hinterrad mit
Nippeln
- 1-2 Schaltungszüge (lang)
- Ventile
- Schrauben- und Klein-
teile-Sortiment
- Ersatzbirnen mit Kabel
- 1-2 Felgenbänder
- "Notfallspeiche"
- ggf. ReifenZum Thema "Ersatzteile" ist der wichtigste Tip, das Rad vor der Tour in einen technisch einwandfreien Zustand zu bringen. Nichts ist ärgerlicher, als seine kostbare Urlaubszeit mit einer 200 km-Busfahrt zum nächsten Fahrradgeschäft zu verbringen. Ich lasse z.B. Brems- und Schaltungszüge, Kette und Ritzel (Zahnradkranz) regelmäßig austauschen (alle 2 Jahre bei intensiver Nutzung) und warte nicht, bis ein Bremszug bei Tempo 60 bergab reißt. Bremsklötze und Reifen werden je nach Verschleiß ausgetauscht. Ansonsten prüfe ich vor der Tour den festen Sitz aller Schrauben und die Leichtgängigkeit aller beweglichen Teile. Wichtig ist, bereits den kleinsten Schlag in den Felgen richten zu lassen.
Zu den Ersatzteilen: Brems- und Schaltungszüge benötigt man nur in langer Ausführung. Für Vorne kannst Du die langen Züge kürzen. Das Schrauben- und Kleinteile-Sortiment sollte alle wichtigen an Deinem Rad vorhandenen Schrauben, Befestigungen, Kleinteile von Bremsen, Kettenglieder etc. beinhalten. Eine "Notfallspeiche" ist eine Speiche in Form eines Seilzugs, den man in die Nabe einhaken kann ohne das Ritzel abzuschrauben. Wirklich praktisch, wenn man nicht mitten in der Pampa sein Hinterrad demontieren will oder kann. Einen Ersatzreifen braucht man eigentlich nur auf großen Touren in abgelegenen Gebieten (sofern man nicht schon mit alten Reifen losfährt).
Dazu ein Tip: Es lohnt wirklich, pannensichere Reifen zu verwenden (trotz des höheren Preises). Ich benutze den Schwalbe Marathon XR und bin absolut zufrieden.
Natürlich hängen Menge und Umfang der Ersatzteile auch von der jeweiligen Tour ab: Bei einer 3-Tagestour durch Deutschland kann man sicher auf Vieles verzichten, bei großen Touren in abgelegenen Gebieten lieber etwas mehr mitnehmen.
Allgemein würde ich aber das Thema "Pannen" nicht überbewerten. Man kann sowieso nicht alles einkalkulieren. Die Hilfsbereitschaft und das Improvisationstalent der Einheimischen steigen proportional zum Abgelegenheit der Gegend.Sonstiges:
- Kunstfaser-Schnur
(z.B. als Wäscheleine)
- Textilklebeband
- (Wickel-) Draht
- kl. Fläschchen Öl
- Kettenfett
- Lappen
- Regenhülle für
Ledersattel
Last, but not least:
- FahrradhelmSofern Du einen Ledersattel hast, solltest Du (nicht nur auf Reisen) eine kleine Plastiktüte mitnehmen, die Du über den Sattel stülpst, wenn Du das Rad im Regen abstellst (einfach unter den Sattel klemmen, damit sie immer greifbar ist).